Nicht weniger als 17 Jahre hat Wagner in der Schweiz verlebt, neun in Zürich, weitere am Genfersee und in Luzern. In der noch jungen Schweizer Demokratie verfasste er zahlreiche theoretische Schriften, hier konzipierte und komponierte er seine bahnbrechenden Werke "Tristan", "Meistersinger" und die "Nibelungen". Auch die Idee zu Festspielen entstand in der Schweiz.Der in diesem Buch vollzogene Perspektivenwechsel vom einsamen Genie hin zum politisch verfolgten Flüchtling in Zürich schließt eine große Lücke in der Literatur. Wagners neue, ihm unbekannte Lebenswelt vermittelte ihm viele politische, theaterrelevante und landschaftliche Inspirationen für sein Schaffen. Wichtig waren auch Diskussionspartner wie Regierungsräte, Professoren und Kaufleute, die eine Gemeinschaft mit ihm bildeten und zusammen Neues schufen.