Ihr ganzes Leben lang ist Hanna dem Plan buchstabengetreu gefolgt. Eine fromme Familie, eine kleine, strenge evangelische Gemeinde in Berlin, ein treuer Verlobter, mit dem die Zukunft bereits vorgezeichnet ist. In ihrer Welt gibt es keinen Platz für Zweifel - und erst recht nicht für jene unaussprechlichen Sehnsüchte, die ihr heimlich das Herz zuschnüren. Jeden Abend betet sie darum, "normal" zu sein, in der Hoffnung, dass der Funke, der tief in ihr brennt, erlischt, bevor er alles verwüstet.
Doch Hannas göttlicher Plan gerät ins Wanken, als Kira die Tür des Gemeindesaals durchschreitet.
Kira ist all das, wovor Hanna sich eigentlich fernhalten sollte. Queer, selbstbewusst, mit einem Nasenring und Regenbogenpullovern, zeigt sie einen unerschütterlichen Glauben an einen Gott, der ihrer Meinung nach keine Fehler macht. Zwischen der Sanftheit ihrer Lieder auf der Gitarre und der Wärme ihres dunklen Blicks bringt Kira all Hannas Gewissheiten ins Wanken.
Eine einfache Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen für das Herbstfest der Gemeinde verwandelt sich in eine überwältigende Offenbarung. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Hanna gesehen. Nicht verurteilt. Nicht korrigiert. Einfach begehrt und geliebt für das, was sie ist.
Doch sich für Kira zu entscheiden bedeutet, alles andere zu riskieren: die Liebe ihrer Mutter, ihren verletzten Verlobten und ihren Platz in der Gemeinde. Während die Gerüchte lauter werden und sich die prüfenden Blicke häufen, steht Hanna plötzlich vor einem Abgrund.
Soll sie im Schatten bleiben, um den Frieden zu wahren, oder den Schritt ins Licht wagen, selbst wenn sie die Scherben ihres alten Lebens hinter sich lassen muss?
Eine intensive, sinnliche und tief berührende FF-Romance über den Glauben, den Mut, man selbst zu sein, und eine Liebe, die sich nicht länger verstecken will.