Industriestädte sind ein bedeutendes Phänomen der Urbanisierungsgeschichte. Sie weisen jeweils besondere Profile und eine spezifische Historizität auf. Der Band greift diese historische Dimension auf und sucht eine Engführung auf den Begriff der Deindustrialisierung zu überwinden. Er beleuchtet wie sich Akteure in diesen Städten selbst verorteten, welche Initiativen sie ergriffen und wie das historische Erbe heute dargestellt wird. Neben Studien zu kleineren Industriestädten im Saar-Lor-Lux-Raum finden sich auch Analysen zu größeren Städten wie Mannheim. Dabei werden diverse Entwicklungsstrategien deutlich: Sie reichen von der Konversion altindustrieller Flächen bis zur Ansiedlung neuer technologischer Zweige. Erstmalig werden auch die Selbstverständnisse solcher Städte thematisiert. Industriestädte: Vielfältige Strategien für mehr Lebensqualität und weniger Arbeitsplatzverluste