Kniha Ich will, ich kann Thomas Steinfeld

Ich will, ich kann

Moderne und Selbstoptimierung

Jazyk: Nemčina
Väzba: Pevná
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15.68
Ein unbekanntes Kapitel aus der Geschichte der Erfolgsbilanzen und Leistungsideologien.Kleinere Denk...

Informácie o knihe

Jazyk
Nemčina
Väzba
Kniha - Pevná
Vydalo
2016
Stránok
110
EAN
9783862530854
ISBN
386253085X
Enbook ID
12723191
Hmotnosť
161
Rozmery
112 x 178 x 15

Kompletný popis

Ein unbekanntes Kapitel aus der Geschichte der Erfolgsbilanzen und Leistungsideologien.Kleinere Denker gibt es, die wie Katalysatoren wirken:Wo die gro?en Gelehrten ein Werk besitzen, das eine intensive Besch?ftigung begr?ndet, fungieren die kleineren als Vermittler und Scheider. Deshalb l?sst sich an ihnen leichter ermessen, wie sich einzelne Gedanken zu Theorien f?gen und Theorien zu intellektuellen Bewegungen. Eine solche Gestalt war Broder Christiansen (1869-1958): Er war ein Sch?ler Heinrich Rickerts und kam aus dem Neukantianismus, wandte sich dann aber, wie so viele andere seiner Generation, dem Vitalismus und einer praktisch verstandenen Lebensphilosophie zu - und geriet von dort in die Graphologie, in die sprachliche Stillehre und schlie?lich in eine seltsam gottlose Mystik. Christiansen mag ein Sonderling gewesen sein und dabei nicht einmal sehr originell. Doch sein Einfluss war gewaltig: Er war einer der ersten Lehrer der Selbstoptimierung. Auf ihn k?nnen Ideologien des 'self-growth' bis auf den heutigen Tag zur?ckgef?hrt werden. Er geh?rte zum intellektuellen Umgang Hermann Hesses und bekannter nationalsozialistischer Schriftsteller. Er inspirierte den Russischen Formalismus und ?bte auf diesem Wege entscheidenden Einfluss auf den Strukturalismus aus. Er geh?rte zu den Vertrauten Rudolf Carnaps und wirkte an der Entstehung des Logischen Empirismus mit. Seltsame, ?berraschende Zusammenh?nge sind das, an denen sich nicht nur das intellektuelle Profil einer Zeit nachzeichnen l?sst, sondern an denen sich auch erstaunliche Verbindungen aufzeigen lassen, bis hin zu den Urspr?ngen des Wiener Kreises in Versuchen zur mentalen Hygiene. Thomas Steinfelds Essay entwirft, zum ersten Mal, ein Bild dieses Mannes und seines Werks, in dem das Wunderliche wie das Pr?gnante an dieser Existenz ebenso erkennbar wird wie der unaufl?sbare Zusammenhang von Moderne und Selbstoptimierung.

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