Déjà vu ist ein Geschichtenband über die Momente, in denen Realität kurz flackert. Ein beiläufiges Wort - "Déjà vu" - wurde zum Auslöser für eine poetische Spurensuche: Was passiert, wenn ein Gefühl nicht Erinnerung ist, sondern ein Vorschlag der Zukunft? Wenn Zeit nicht zurückspringt, sondern seitwärts wirkt?Aus dieser Frage entstanden drei Figuren, drei Welten, drei Antworten. Mira erlebt ein Déjà vu, das sich verändert, während es sich wiederholt - ein Text, der sich selbst schreibt, während sie ihn lebt. Benjamin steht in einer Wirklichkeit, die sich täglich wandelt, und merkt, dass seine Gedanken nicht nur reagieren, sondern die Welt mitgestalten. Helen spürt den Riss im Jetzt als leises Flimmern, das ihren Wunsch, als Astronautin ins All aufzubrechen, in eine neue Richtung lenkt.Dieses Buch denkt das Déjà vu neu: nicht als Störung, sondern als Struktur. Nicht als Echo der Vergangenheit, sondern als Mechanik der Möglichkeiten. Die Geschichten zeigen, wie Realität antwortet - mit Tönen, die nur die Figuren hören, oder mit Verwandlungen, die nur sie bemerken.Déjà vu ist kein klassischer Roman. Es ist ein literarisches Labor, ein Protokoll der Verwandlung, ein Raum, in dem Identität sich selbst hinterfragt und Zeit nicht fließt, sondern flackert. Wer dieses Buch liest, betritt kein geschlossenes System, sondern eine Welt, die sich selbst schreibt. Und vielleicht beginnt auch ihr eigenes Déjà vu leise zu antworten.